Tiefenkontakt

fühlend verstehen wollen

Gehirnforschung trifft Buddhistische Weisheit – „Das Ego ist eine Illusion“

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Ohne die Meditation oder den Buddhismus im Blick zu haben, beschreibt A. Damasio in seinem Buch „Descartes‘ Irrtum“, wie die Meditation unsere Ich-Strukturen verändert. Bei seinen Forschungsarbeiten stößt er auf zwei unterschiedliche Bereiche im Gehirn. Der eine Bereich informiert uns permanent über unseren Körperzustand (oder Gefühlszustand). Und diese Information wird ständig aktualisiert. Wichtige Informationen bzw. Änderungen werden in einen anderen Bereich weitergeleitet und gespeichert. (Kategorien können sein: So habe ich mich gestern, vorgestern und vorvorgestern auf der Arbeit gefühlt. So ist es mir bei meinem mündlichen Abitur ergangen).

Der Bereich „So fühle ich mich jetzt“ und der Bereich „Erinnerung an alte Gefühle und Situationen“ gehören zu unterschiedlichen Hirnarealen mit unterschiedlichen Schaltkreisen und Aufgaben.

In der Meditation konzentrieren wir uns voll auf den Bereich: „So fühle ich mich jetzt“. Wenn es gelingt, mit 100%iger Aufmerksamkeit im Jetzt zu sein, gibt es keine Erinnerung (ein Phänomen, welches viele aus der Meditation beschreiben).

Um ein Gefühl von „Ich“ zu konstruieren, braucht unser Gehirn die Erinnerung, um sie mit vorherigen Erinnerungen abzugleichen und zu dem Schluss zu kommen: „Ah, das ist typisch für mich.“ Oder: „Das kenne ich nicht von mir“ und nach einem Grund zu suchen. Bin ich wiederum mit 100% Aufmerksamkeit im Jetzt, gibt es somit kein „Ich“. Sowohl der Zugriff auf die passende Gehirnregion fehlt, als auch der Zustrom von neuen Informationen, die das Gehirn zu „Ich“ machen könnte. Damit erklärt die Gehirnforschung, was der Buddhismus seit langem sagt: mit der Meditation überwinde ich das „Ich“ und es entsteht die sogenannte „Leere“. Leere heißt, keine weitere Konstruktion von dem, was wir „Ich“ nennen, es gibt nur JETZT.

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Autor: Regine

Seit 2011 biete ich Kurse in Gewaltfreier Kommunikation in Hamburg an. Meinen Traum, von der GFK leben zu können, habe ich mittlerweile losgelassen und freu mich an der nebenberuflichen Tätigkeit. Der Stress, den Unterhalt zu verdienen, ist weg und die Begeisterung für die GFK und diese schöne Arbeit ist wieder da. Was mich an dieser Kommunikationstechnik so begeistert, ist, dass sie einem neue Erkenntnisse über sich selbst schenkt und eine echte Hilfe ist, die „merkwürdigen“ Dinge, die andere sagen und tun, auf einer tieferen Ebene zu verstehen. Mein absolutes Steckenpferd ist das Rollenspiel von aktuellen Konflikten. Ich kenne nichts, was näher an einem echten Gespräch heranreicht und auch nichts, was so eine Wirkung entwickelt, obwohl nur eine Konfliktpartei anwesend ist. Erstaunlich oft lösen sich nach dem Rollenspiel Konfliktsituation von alleine auf. Und immer bietet es die Gelegenheit, einen Konfliktverlauf zu erleben, den man so nicht hat vorstellen können. Neben dem Forschen nach Bedürfnissen, versuche ich die Gefühle und Urteil auszuloten. Für mich ist nichts ist so wichtig, wie den Mensch als Ganzes anzuerkennen, mit allen Kanten, unerlaubten Gedanken, Gefühlen und Veränderungswünschen.

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