gefühlte Gedanken

fühlend selbst-bewusst verstehen wollen

Lässig im Jetzt – Hilfsmittel der Meditation

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Wir denken die Zukunft, wir denken die Vergangenheit, wir sind jetzt.

Verliere ich mich beim Meditieren in meinen Sorgen und Wünschen, dann bin ich nicht im Jetzt. Ich kann mir also bewusst machen, dass es jetzt nichts zu wünschen oder zu sorgen gibt, (ich sitze ja hier auf meinem Meditationskissen und alles ist gut). Selbst wenn ich mir darüber Sorgen mache, dass ich nicht meditiere, dann bin ich nicht im Jetzt. Ich vergleiche zum Beispiel die jetzige Meditation mit der letzten (Vergangenheit). Oder ich sage mir: „Ich muss mich konzentrieren, damit der meditative Zustand sich einstellt (Zukunft)!“ Doch Meditation ist jetzt!

Deshalb die Frage: „Wo kann ich diese Gedanken jetzt spüren?“

In meiner Anfängerzeit war der Ort meiner Gedanke gar nicht mein Körper, sondern irgendwo rechts über meinem Kopf. Ich hatte keine Verbindung zu meinem Körper. Doch um im Jetzt zu sein, brauchen wir unseren Körper. Fühlen, hören, sehen und riechen können wir nur jetzt.

„Was fühle ich (in meinem Körper), wenn ich das denke?“

Folge ich dieser Frage, dann habe ich schon mehrfach festgestellt, dass das, was sich in Gedanken noch so lebendig und wichtig anfühlte, im Körper hart, taub oder gefühllos ist. Selbst das Brennen oder Wollen ist dann nicht mehr zu spüren. Diese Beobachtung stellt die gedachte Wichtigkeit meiner Gedanken (vor allem meiner Tagträume) sehr in Frage. Sie macht deutlich, dass Lebendigkeit im Kopf eine Illusion ist, die ich selbst erzeuge. Mir das bewusst zu machen, ist schmerzhaft und alles wehrt sich dagegen. „Fantasieren fühlt sich so gut an.“ Nur eins lässt sich zweifelsfrei sagen, hafte ich an Vergangenem oder Zukünftigem, egal wie nah die Vergangenheit oder Zukunft ist, ist das keine Meditation. – Meditation ist loslassen und sich so akzeptieren, wie man jetzt ist. Immer wieder.

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